Pflegekonzept









Pflegekonzept Landhaus an der Au

Jedes Jahrzehnt des Menschen hat sein eigenes Glück seine eigenen Hoffnungen und Aussichten.

J.W. v. Goethe

Pflegeleitbild

1. Die Würde und der Wert des Menschen sind unantastbare Güter die auch durch Krankheit, Alter, körperliche, geistige oder seelische Behinderung nicht verloren gehen dürfen.

1.1 Pflegemodell

Wir versuchen nach dem Pflegemodell "Primary Nursing" zu arbeiten, das heißt eine Pflegekraft ist für den Bewohner zuständig und trägt die alleinige Verantwortung für seine Pflege und Betreuung. Die Pflegeperson trägt dafür Sorge, dass die Pflege und Betreuung ganz nach den individuellen Bedürfnissen geschieht auch zu den Zeiten ihrer Abwesenheit.

1.2 Qualitätsstandard

Priorität hat bei allen Entscheidungen immer das Selbstbestimmungsrecht des Pflegebedürftigen. Unsere Pflegestandards werden auf jeden einzelnen Bewohner persönlich ausgearbeitet! Sie orientieren sich dabei an den Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens und werden durch die Pflegeplanung sichergestellt die sich aus:

  • Planung und Durchführung der Maßnahmen, Überprüfung der Ergebnisse mit Zielkorrektur zusammensetzt

Wir wollen nicht die Krankheiten pflegen, sondern den Menschen

"Solange das Ziel nicht feststeht, ist jeder Weg der richtige"

Führungsstil

Unser Führungsstil ist " Kooperativ - situativ"

In Teamarbeit versuchen wir zusammen auf eine gemeinsame Vision hinzuarbeiten. Es ist die Fähigkeit individuelle Errungenschaften in die Richtung der gesetzten unternehmerischen Ziele zu lenken. Gleichzeitig ist es der Kraftstoff. Die Mitarbeiter bringen sich aktiv ein und bekommen Aufgaben übertragen die sie eigenverantwortlich lösen.

Gemeinsame Zielsetzung = Teamarbeit

Jeder Mitarbeiter soll seine Zielvorstellungen einbringen. Gemeinsam wird dann über die Erreichung der erforderlichen Maßnahmen nachgedacht. Bei der Auswertung stellen die Mitarbeiter selbst fest ob das Ziel erreicht oder eine Ziel-Korrektur erforderlich ist.

Dieser Führungsstil setzt seitens der Mitarbeiter große Verantwortungsbereitschaft voraus. Jeder Mitarbeiter im Team ist wichtig und auch diese müssen "gepflegt" werden.

Im Rückblick können wir dann feststellen ob wir unsere gemeinsamen Ziele erreicht haben. Das führt zu einer Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls.

Jahresgespräche, QM-Zirkel, Gesprächskreis befinden sich im Aufbau

"Der Weg ist das Ziel"

Personalstruktur

1. Engagierte Mitarbeiter/innen sind bestrebt unsere gemeinsamen Ziele auch nach den neuesten Qualitätsvorgaben zu verwirklichen.

Langjährige Mitarbeiter garantieren Kontinuität in der Pflege und der Beziehungs- gestaltung zum Bewohner. Leitung und Mitarbeiter arbeiten partnerschaftlich zusammen. Alle Mitarbeiter bemühen sich gemäß unseres Leitbildes zu handeln. Alle miteinander ist unsere Devise. Flexible Dienstzeiten sollen uns helfen den allgemeinen Pflegenotstand zu lindern. Unsere Dienstpläne werden möglichst auf den einzelnen Mitarbeiter zugeschnitten. Die Motivation der einzelnen Mitarbeiter ist die Basis für eine erfolgreiche Pflegearbeit. Dienst- und Stationsbesprechungen finden regelmäßig statt. Übergabegespräche beim Schichtwechsel sichern die Pflegekontinuität.

1.1 Fort- und Weiterbildungen

Mit externen und innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildungen versuchen wir fachliche und persönliche Kompetenz laufend zu optimieren.

1.2 Kontakt mit Angehörigen

Der Kontakt mit den Angehörigen ist von großer Bedeutung er ist vor allem wichtig für den Pflegeprozess. Unsere Pflege wird dadurch transparenter und es wird leichter die Identität unserer Bewohner zu erhalten. Auch für die Angehörigen wird die psychische und physische Belastung die er oder sie hat, weil Vater oder Mutter ins Heim mussten leichter zu ertragen.

"Es gibt nichts was wir nicht noch besser machen können"

Qualitätsmanagement

Qualität ist den Kunden zu 100 % zufrieden zu stellen

Unsere Leitungs- und Führungsaufgaben werden immer anspruchsvoller und umfangreicher. Um allen Aufgaben gerecht zu werden, brauchen wir Führungs- und Pflegefachkräfte mit entsprechender fachlicher Kompetenz, die sowohl die Qualität der Pflege als auch die Qualität der Mitarbeiter sichern.

Die Qualität unserer Pflege hängt entscheidend von unserer Führung und unseren Mitarbeitern ab. Unsere Mitarbeiter nehmen im Qualitätsentwicklungsprozess eine zentrale Rolle ein. Sie sind es die das Qualitätsmanagement beim Bewohner umsetzen.

Die Kommunikation in unserer Einrichtung dient dazu Informationen auszutauschen, zu delegieren, zu überzeugen, zu motivieren, Konflikte anzusprechen und sie zu lösen, Verhandlungen zu führen und die Einrichtung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Pflegerische Qualitätsstandard regeln und organisieren die einzelnen Tätigkeiten. Nach den Vorgaben der gemeinsamen Vereinbarungen mit den Kranken- und Pflegekassen sowie nach dem PQSG (Pflege-Qualitäts-Sicherungsgesetz).

Die These " Pflegen mit Herz und Verstand" bleibt aber unser oberstes Gebot.

Die Qualität im Finanzwesen steht unter der Prämisse Leistungen die erbracht werden müssen wirtschaftlich sein. Eine permanente Überprüfung aller Strukturen und Abläufe erfolgt im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit auch im Vergleich zu Mitbewerbern.

Auch im Bereich der Hauswirtschaft versuchen wir durch entsprechende Qualitätsstandard die Vorgaben zu erfüllen. Die Ernährungsphysiologischen Bedürfnisse Alter Menschen finden sich im täglichen Speiseplan wieder. Durch gezieltes Hygienemanagement werden die Mitarbeiter geschult und überwacht. Im Reinigungsdienst wird der Dienstleister durch entsprechende Vorgaben zu gleichbleibender Qualität verpflichtet.

Im Qualitätshandbuch finden sich alle Qualitätsmassnahmen wieder.

Heiterkeit und Frohsinn sind die Sonne unter der alles gedeiht

Jean Paul

Ablauf Heimbesichtigung bei fester Neuaufnahme

Kontakt: zu Hause, in der Klinik, Verwaltung. Dabei wird der Bedarf und die möglichen Versorgungsleistungen besprochen.

Vorbereitung: Gespräch mit dem zukünftigen Bewohner den Angehörigen und evt. dem Hausarzt. Vorstellung der Pflegekräfte und Hausbesichtigung. Informationsgespräch mit der Stationsleitung die vorab die Biografie erstellt. Festlegung des Zimmers. Der neue Bewohner soll, wenn möglich an der Gestaltung seines Zimmers mitwirken und es mit persönlichen Dingen einrichten.

Tag des Einzugs

Zimmerschild ist angebracht. Willkommensgruß in Form von Blumen. Begrüßungskarte mit Foto vom Haus und wichtigen Informationen für neuen Bewohner und den Angehörigen. Neuer Bewohner wird von der Stationsleitung und der leitenden Pflegefachkraft begrüßt und ins Zimmer gebracht. Vorstellung bei dem Mitbewohner bzw. Zimmernachbar. Das Stationsteam wird nach und nach vorgestellt. Bezugsperson (Primary Nurse) wird vorgestellt. Die Vielzahl der Informationen wird in kleine überschaubare Portionen aufgeteilt und immer wiederholt. Die vorläufige Pflegeplanung wird erstellt (wird in den nächsten vier Wochen einmal wöchentlich überprüft und gegebenenfalls korrigiert) Hausarzt, Küche, Wäscherei bei Bedarf Krankengymnastik wird verständigt. Festlegung des Essplatzes, Vorstellung bei den übrigen Mitbewohnern. Erklärung der technischen Geräte (Telefon, Rufanlage, Beleuchtung usw.) Absprachen zu Wünschen bezüglich des Tagesablaufs, Schlafgewohnheiten, Verpflegung, Kleider usw. Hinweis auf Heimfürsprecher und Kummerkasten. Der Medikamentenplan wird erstellt. Checkliste Heimeinzug wird ausgefüllt. Pflegedokumentation wird bearbeitet

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Wir wollen die Belastung durch den Umgebungswechsel so gering als möglich halten. Getreu unserer Philosophie "Wohnen wie daheim".

Pflegekonzept

1. Entwicklung eines Pflegekonzeptes

1.1 Übergeordnete Pflegeziele

Die individuelle Lebensqualität des Heimbewohners soll nach Möglichkeit erhalten oder sogar verbessert werden.

Es wird individuell auch unter Einbeziehung der Angehörigen ermittelt was der Bewohner unter Lebensqualität versteht und diese Bedürfnisse werden im Rahmen der Möglichkeiten von den Mitarbeitern erfüllt.

Die Mitarbeiter begreifen ihre Arbeit als ganzheitliche Betreuung eines individuellen Wesens als das der Bewohner angesehen wird. Es werden Ressourcen, Wünsche und Bedürfnisse individuell ermittelt, dokumentiert und in die tägliche Betreuungsarbeit integriert.

Bewohner werden in ihrer Selbständigkeit gefördert und unterstützt, damit sie so lange wie möglich auf ihr individuelles Selbsthilfepotential zurückgreifen können.

Wir respektieren auch den Wunsch nach Passivität und Rückzug.

Angehörige werden auf Wunsch intensiv in den Betreuungsprozess einbezogen und in das Einrichtungsleben integriert.

Unsere Bewohner haben grundsätzlich das Recht auf die Ausübung ihrer religiösen Bedürfnisse. Gewohnheiten bezüglich ihrer religiösen Bedürfnisse werden in der Dokumentation erfasst und berücksichtigt.

1.2 Alltagsgestaltung

Wir wollen unseren Bewohnern eine angemessene Tages- und Wochenstruktur bieten, die sich an den Fähigkeiten, Interessen und Ressourcen der einzelnen Bewohner orientiert.

Individuelle Beschäftigjungungswünsche werden zugelassen.

Beschäftigungsangebote für die Bewohner erfolgen ohne Leistungsdruck - die Beschäftigung zählt, nicht das Ergebnis.

Wir suchen anhand der individuellen Biographie nach Aktivitäten, welche die Bewohner noch beherrschen und mit denen sie sich identifizieren können.

Auf individuelle Ruhephasen nehmen wir Rücksicht.

Bewegungsunruhe wird zugelassen und ermöglicht.

1.3 Milieugestaltung

Wir bieten unseren Bewohnern im Heim praktische Orientierungshilfen in Form von Bildern, Symbolen und Beschriftungen.

Wir achten auf eine harmonische Farbgebung der Zimmer und Sitzgruppen, für helles Licht wird gesorgt.

Die Zimmer sind mit altersentsprechenden Mobiliar ausgestattet, eigene Möbel und Gegenstände sind zugelassen und erwünscht.

Unsere Räume werden jahreszeitgemäß geschmückt.

Wir bieten Bewegungsmöglichkeiten im Haus, im Garten, auf Balkon und Terrasse.

1.4 Beziehungsgestaltung der Mitarbeiter zu unseren Bewohnern

Alle Mitarbeiter haben das Ziel unsere Bewohner professionell zu pflegen. Die Beziehung beruht auf

  • Akzeptanz des Bewohners
  • Interesse für den Bewohner
  • Einfühlungsvermögen
  • Wertschätzung
  • einem ausgewogenem Verhältnis zwischen Nähe und Distanz zum Bewohner

Die Beziehungsgestaltung orientiert sich weiterhin an der Biographie der einzelnen Bewohner. Biographiearbeit bedeutet für uns mehr als die Ermittlung von persönlichen, sozialen und krankheitsspezifischen Daten. Wir sind offen für die Erinnerungen und die Lebensgeschichte unserer Bewohner. Genaue Kenntnisse über die Vorgeschichte unserer Bewohner ermöglicht den Mitarbeitern eine personenorientierte, individuelle Betreuung und bringt für unsere Bewohner Kontinuität in ihren Gewohnheiten.

Wir respektieren die

  • Ernährungs- und Kleidungsgewohnheiten
  • Schlaf- und Aufstehgewohnheiten
  • die Pflege-, Bade-, und Toilettengewohnheiten

Umfang und Durchführung der Pflegeleistungen orientieren sich an bisherigen individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten der Bewohner.

Wir fördern bestehende soziale Kontakte, respektieren aber auch den Wunsch nach Rückzug.

1.5 Der Pflegeprozess als Maßnahme zur Qualitätssicherung für den einzelnen Bewohner

Pflegekonzept

1.5.1. Informationssammlung

Personalien, Gesundheitszustand / Krankengeschichte, Aktivitäten des täglichen Lebens, Hilfsmittelversorgung, soziale Kontakte, Hausarzt, Angehörige, Betreuer, Biographie

1.5.2. Erkennen von Problemen und Ressourcen des Bewohners

Pflegeprobleme sind weder medizinische noch pflegetechnische Probleme, es handelt sich hierbei vielmehr um Probleme, die den Bewohner behindern oder belasten. Ressourcen (noch vorhandene Fähigkeiten und Kenntnisse) werden aktiv gefördert und unterstützt damit sie nicht verkümmern.

1.5.3. Festlegung der Pflegeziele

In den Pflegezielen wird beschrieben, welcher Erfolg mit der Pflege angestrebt werden soll. Pflegeziele werden nicht nur aus der Sicht der Mitarbeiter formuliert, entscheidend sind hier auch die Ziele, die der Bewohner für sich selbst anstrebt. Die Ziele sollten realistisch, erreichbar und überprüfbar sein.

1.5.4. Planung der Pflegemaßnahmen

Pflegemaßnahmen werden nach den AEDL geplant. Maßgeblich sind die Fragen was soll wie (womit), wo, wann und wie oft durchgeführt werden. Für den Bewohner zu beachtende Besonderheiten werden berücksichtigt.

1.5.5. Durchführung der Pflege

Die durchführende Pflegekraft hält sich an den Pflegeplan. Die Pflegeplanung orientiert sich an den Notwendigkeiten und Bedürfnissen des Einzelnen. Um realistische Ziele zu stecken erfolgt die gezielte Pflegeplanung erst nach einer Zeit des Kennenlernen (ca. 2-3 Wochen).

Abweichungen vom Pflegeplan sind nur mit entsprechender Begründung erlaubt.

Dem Bewohner werden die Pflegemaßnahmen erläutert.

Es wird geprüft, ob sich ein Problem so verändert hat, dass die Planung umformuliert werden muss.

Veränderungen werden bei der Übergabe mitgeteilt.

Begründete Abweichungen vom Pflegeplan werden im Pflegebericht dokumentiert.

1.5.6. Beurteilung der Pflegewirkung und Anpassung der Planung

Hier wird die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft und einzelne Schritte im Pflegeprozess, wenn nötig geändert.

Die Dokumentation des Pflegeprozesses erfolgt derzeit in eigenen, die ausufernde Dokumentationsflut eindämmenden, entwickelten Formblättern, die sich an den Richtlinien des SGB XI orientieren.

Die oben genannten Punkte sollen im Pflegeprozess und bei der Pflegeplanung Beachtung finden um eine individuell angepasste Pflege zu erreichen.

Pflegestandards, die auf die Besonderheiten unserer Einrichtung regelmäßig überarbeitet werden, sorgen für die gleichbleibende Qualität unserer Leistungen.

Die regelmäßig durch die leitende Pflegefachkraft durchgeführten Pflegevisiten, sorgen für die Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung unserer Pflegeleistungen.

Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt wir in einem Lichte stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.

Arthur Schoppenhauer

Begleitung Sterbender

Sterben bedeutet loslassen, Abschied nehmen von allem, alles verlassen, was unser Leben für uns bedeutet hat.
Es ist die letzte Krise in unserem Leben. Eine fremde und unbekannte Situation.
Auch wir wollen für Sie da sein und uns bemühen unsere Bewohner und deren Angehörige durch fachlichen, psychischen Beistand zu begleiten und zu stützen.
Ihnen die wesentlichen Bedürfnisse zu erfüllen, schmerzfrei zu sein, gut zu liegen, sich sauber zu fühlen, keinen Durst zu haben und einen Menschen an seiner Seite der einfach da ist der Sie streichelt und berührt.
Dabei berücksichtigen wir die persönlichen, religiösen und kulturellen Vorstellungen des Sterbenden und seiner Angehörigen.
Auch nach dem Tod können wir Ihnen z.B. bei Behördenangelegenheiten behilflich sein.

"Mag sein das der jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht!"

Dietrich Bonhoeffer

Schlusswort

Die Umsetzung des Einrichtung- und Pflegekonzeptes konnte nicht im Schnellverfahren geschehen. Durch fortwährende Entwicklung, Schulung und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter wird dieses Konzept von allen Mitarbeitern unserer Einrichtung gelebt. Anregungen, Kritik und Ergänzungen waren und sind auch in Zukunft wichtig und erwünscht.

Das Ziel die Qualität in unserem Haus weiter zu verbessern und noch mehr Professionalität zu erreichen werden wir weiterhin anstreben.

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